Die Geschichte Georgiens ist bewegt, kein Wunder bei einem Land welches zwischen Russland und Türkei eingequetscht ist. Erstaunlich, dass es die Georgen geschafft haben ihre eigene Schrift zu bewahren.
Eine Reportage will ich hier erwähnen, weil sie mich gerade beim Anflug auf Tiflis beschäftigt hat.
Im Jahr 1983 gab es eine Flugzeugentführung von jungen Georgiern, sie wollten das Flugzeug mit dem Ziel Leningrad in die Türkei beordern um die Sowjetunion verlassen zu können. In dieser Zeit gab es eine Wirtschaftskrise, ausgelöst durch Schewardnadse, der versuchte Georgiens Bauern zu reglementieren. Sämtliche Agrarprodukte mussten beim Kolchos abgegeben werden. Durch die Lebensmittelknappheit wurden Lebensmittelmarken eingeführt.
Proteste von Georgiern gegen die Russifizierung wurden niedergeschlagen. Die Flugzeugentführer stammten aus der gebildeten Oberschicht.
Hier findet sich eine kurze Zusammenfassung der Tragödie.
Im Film Bandits von Zaza Rusadze gibt es Originalbeiträge und ein Interview mit der einzigen Überlebenden der Gruppe. Einige Bilder finden sich auch in einem Blog.
Bei unserem Aufenthalt hat sich der Kaukasuskrieg von 2008 zum zehnten Mal gejährt. An vielen Orten hingen die Fahnen auf Halbmast. Unser Guide Megi konnte auch einiges von damals berichten.
An vielen Orten trafen wir auf Flüchtlingsunterkünfte für die damals Geflüchteten.
Eine Artikel aus Sicht der Autorin von "Das achte Leben", die sich damals in Tiflis befand findet sich bei der Zeit.

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